Krankenhausradio Elmshorn - Patientenfunk Elmshorn Organisation - Die Stadt Elmshorn Auf dieser Seite unterstützen wir alle gleichgesinnten Einrichungen mit kostenlosen Informationen rund um die Studiotechnik.
Organisation - Die Stadt Elmshorn
Gemäß   unserer   Satzung   ist   das   Krankenhausradio   Elmshorn   politisch   unabhängig   und   Neutral.   Diesem Grundsatz    bleiben    wir    in    allen    Bereichen    treu.    Eine    Meinung    zu    äußern    ist    und    bleibt    jedoch    ein wesentlicher Bestandteil unser demokratischen Grundordnung. Wir   sind   allen   Sponsoren   und   Akteuren   dankbar,   die   uns   bei   unserer   ehrenamtlichen   Arbeit   unterstützen. Besonders   möchte   ich   die   Klinikleitung   hervorheben,   die   uns   mit   der   bereitgestellten   Infrastruktur   Sendungen ermöglicht. Auch   der   “Förderverein   für   Menschen   im   Regio-Klinikum   e.V.”   hat   einen   wesentlichen   Beitrag   zum   Erhalt   und Modernisierung der Einrichtung beigetragen. Hinzu   kommen   die   zahlreichen   Sponsoren   (erwähnt   sei   die   Firma   Holz-Junge   die   uns   die   große   Birkenholz- Multiplexplatte   für   den   Studiotisch   kostenlos   bereitgestellt   hat)   -   sowie   zahlreiche,   kleine   und   große   Firmen   aus ganz Deutschland. Besonderem     Dank     gilt     auch     der     Firma     HelKueb     in     Rellingen,     deren     technische     Beratung     und Werkstattbenutzung uns viele Arbeiten erst ermöglicht hat. Kritik - manchmal angebracht - auch wenn es ungern gelesen wird… An   dieser   Stelle   möchten   wir   aber   auch   beschreiben,   auf   welche   Hindernisse   und   Barrieren   wir   in   der   Stadt Elmshorn gestoßen sind. Als   Klinikradio   sehen   wir   es   auch   als Aufgabe,   in   der   Öffentlichkeit   Werbung   für   unsere   Einrichtung   zu   machen. Die   besten   Voraussetzungen   sind   dafür   in   der   Stadt   bekannte   Veranstaltungen.   Jedoch   hat   es   der   Verkehrs   und Bürgerverein   (kurz   VBV)   auch   nach   zwei   vergeblichen   Versuchen   der   Kontaktaufnahme   nicht   geschafft,   unsere Idee eines “Stadtradio” auf dem Hafenfest umzusetzen. Holsteiner Allgemeine Zeitung (HAZ) So   hat   die   HAZ   zu   einem   Ideenwettbewerb   aufgerufen,   welche   Ideen   die   Bürger   für   die   Stadt   Elmshorn   hätten. Die   Idee   zum   Stadtradio   wurde   schnell   als   Text   verfasst   und   an   die   Redaktion   gesendet.   Als   Reaktion   wurde diese   Idee   auf   den   1.   Platz   gewählt.   Der   anschließende   Bericht   erklärte   den   Lesern,   worum   es   eigentlich   in dieser Idee geht. Die   Idee,   ein   Stadtradio   zu   etablieren   stieß   bereits   im   Vorfeld   auf   große Resonanz. Als Räumlichkeit bietet sich ein Schaufenster in einem großen Kaufhaus - wie zum Beispiel Ramelow - an. Auch in der Nacht kann hier durch ein eingespieltes Radioteam weiterhin ein aktuelles Programm gesendet werden. Hinsichtlich vieler Ideen und Beziehungen zu Studioausstatten wäre auch die Organisation der entsprechenden Technik problem- los möglich. Doch nützt die beste Idee in einer Stadt, deren Mühlen langsam mahlen    -    zumal    dann,    wenn    an    entsprechenden    Stellen    nach    meiner Meinung nach bewusst gegen innovative Konzepte entschieden wird. Das ist Elmshorn. Verkehrs und Bürgerverein (VBV) Unsere   Unterlagen   zu   dieser   Idee   waren   trotz   persönlicher Abgabe   in   der   Geschäftsstelle   des   VBV   im   Torhaus “nicht mehr auffindbar”. Im Folgejahr hätte man sich angeblich “zu kurzfristig damit beschäftigt” um diese Idee noch in die Tat umzusetzen. Es   schleicht   sich   der   Gedanke   ein,   das   man   hier   gezielt   kein   Radio möchte   -   oder   die   Idee   nicht   umsetzen   will.   Wahrscheinlich   -   und   so kann   ich   nur   vermuten   -   weil   man Angst   davor   hat,   das   dieses   Event entweder   “zu   gut”   wird   -   oder   andere Akteure   vom   großen   Geldbeutel f   ü   r     die   Veranstaltung   zu   “wenig”   erhalten   wenn   noch   ein   Radioprojekt   im Boot   ist.   Fazit:   Wir   denken,   es   ist   gezielt   nicht   gewünscht,   das   wir diese Idee umsetzen. So   landere   unsere   Idee   auf   dem   Abstellgleis   des   VBV   und   wurde bisher nicht wieder aufgenommen. Mit ist dies mittlerweile auch egal - denn dies ist keine Entscheidung aus Trotz - sondern das Ergebnis langer Überlegung. Wozu   eine   Stadt   fördern   -   deren   Intention   “Rückschritt”   statt   “Fortschritt”   ist.   Bisweilen   wurden   alle   GUTEN   - von    den    Bürgen    als    “sinnvoll”    angedachten    Ideen    verworfen    -    oder    neuzeitliche,    wenig    ansprechende “Neugestaltungen” (als Beispiel sei nur die Neugestaltung der Königsttrasse genannt) einfach durchgesetzt. Das   Flair,   das   Elmshorn   einst   umgab,   ist   verschwunden.   Wahrscheinlich   zu   Gunsten   jener   Personen   und Firmen,   die   durch   die   Neugestaltung   der   Stadt   kräftig   mit   verdient   haben.   Der   Bürger   wurde   ohnehin   nicht gefragt. Sehr schade. Stadtmarketing Elmshorn Das   Stadtmarketing   Elmshorn   hatte   in   der   ersten   Form   ein   offenes   Ohr   für   das   Radio.   Allerdings   kam   nach Vorstellung   unserer   “Radioradio-Idee”   (Stadtwelle   Elmshorn   für   einen   Tag   auf   ECHTER   Sendefrequenz   auf UKW)  die Frage nach einem Marketing-Konzept. Da   muss   ich   mich   an   den   Kopf   fassen,   denn   ein   ehrenamtliches   Radioprojekt,   mit   Bürgern   aus   der   Stadt,   die Radio    von    Bürgern    für    Bürger    machen    -    ist    weder    ein    Gelddruckanlage    -    noch    mit    einem    wirtschaftlich begründbaren Aspekt zu versehen. Weitere   Kontaktversuche   und   Antworten   auf   unsere   Anfragen   zu diesem   Thema   blieben   aus.   Hier   ist   für   mich   klar   erkennbar,   dass die   Stadt   Elmshorn   und   angegliederte   Stellen   kein   Interesse an    innovativen    Ideen    haben.    Innovationen    aus    externer Quelle finden meiner Meinung nach kein Gehör. Was   nicht   aus   den   eigenen   Reihen   kommt   -hat   keine   Chance. Wir   haben   uns   nach   kurzer   Überlegung   dafür   entschieden, unseren Frust zum Thema mit der Übung “Press any Key” abzubauen.    Durch    zahlreich    fehlende    Tasten    der    Tastatur können    wir    nun    auf    weitere    Anfragen    des    Stadtmarketing (Verkaufsoffene Sonntage in einer Stadt ohne Geschäfte u.s.w.) nicht mehr Antworten… Seit dieser Übung geht des dem Verfasser dieser Zeilen wieder besser. Kinderkulturfest in Elmshorn In   den   Jahren   2006,   2008,   2010,   2012   und   2014   wurde   das   Kinderkulturfest   in   Elmshorn   durchgeführt.   das Amt für   Kultur   und   Weiterbildung   nahm   sich   der   Veranstaltung   an,   die   wir   in   den   letzten   4   Events   mit   einem Kinderradio ausgestattet haben. Die   Organisatoren   haben   sich   jedes   Jahr   ein   wunderbares   Event   einfallen   lassen,   das   mit   neuen,   innovativen Ideen die Kreativität aller Akteure zeigte. Der Radio-BUS. Das     mobile     Studio     für JUNG     und     ALT.     Hier durfte jeder einmal Moderator sein. Fragen stellen zum Thema Radio war ausdrücklich ERLAUBT… Mittlerweile   hat   die   Stadt   Elmshorn   aus   Kostengründen   auch   die   Einstellung   der   Veranstaltung   beschlossen Wahrscheinlich   ist,   dass   das   damit   eingesparte   Geld   eventuell   für   weitere,   mehr   als   nutzlos   anzusehende Fahrradmarkierungen   auf   unzähligen   Straßen   ausgeben   wird.   Auf   diesen   können   dann   jene   Kinder,   die   zuvor auf dem Kinderkultufest waren - angefahren werden. Das   dieses   Kinderkulturfest   für   jene   Menschen   gestaltet   wurde,   die   die   Zukunft   von   Morgen   darstellen,   haben einige   Nasen   (ich   meine   das   emotional   und   wirklich   so   direkt)   nicht   begriffen   -   denn   die   Kinder   von   heute erschaffen die Zukunft von Morgen. Stadtfeste, Fress und Saufmeilen Das,   was   andere   Städte   als   Stadtfest   bezeichnen   erscheint   in   Elmshorn   als   Fress-   und   Saufmeile   am   Hafen. Das   einstige   Hafenfest   mit   Atraktionen,   Bühnen   und   pfiffigen   Events   ist   zu   einer   Meile   verkommen,   deren Besuch nur bei einem schlechten TV-Programm zu empfehlen ist. Außer   unzähligen   Bier-   und   Fressbuden   gibt   es   nicht   viel   Buntes   zu   sehen.   Die   Idee,   in   diesen   Tagen   ein Eventradio   zu   etablieren,   das   Krankenhausradio   mit   einzubinden   und   so   für   die   Einrichtung   Werbung   zu machen, ist bisher in den Kanälen der verantwortlichen Stellen verpufft. Radio an Schulen Überall   in   Deutschland   gibt   es   mittlerweile   Radio-Arbeitsgruppen   (Radio AG)   oder   ein   Schulradio-Projekt.   Nur   in Elmshorn   erlebe   ich   eine   absolute   Ignoranz   zum   Thema.   Vorstellungen   bei   Schulen   haben   ergeben,   das   sich niemand in der Zuständigkeit fühlt - oder lapidare Absagen erfolgen. Schüler   der   Klaus-Groth   Schule   aus   Tornesch   gestalteten   auf dem     Kinderkulturfest     ein     Radioprogramm.     Schulen     aus Elmshorn zeigten absolut KEIN Interesse. Ich    haben    allerdings    Zweifel,    ob    die    Elmshorner    Schüler überhaupt   zu   diesem   Thema   nach   meiner   Kontaktaufnahme gefragt wurden. Umfragen   habe   ergeben,   das   Schulradio-Projekte   das   soziale Netz   innerhalb   von   Schulen   pflegen   und   verbessern   -   doch   in Elmshorn bildet man wieder das absolute Schlusslicht… Dies   deckt   sich   auch   mit   der   allgemeinen   Informationen,   das Schleswig-Holstein   kein   Medienland   ist.   Erkennbar   wird   dies   schon   durch   die   massiv-starre   Struktur   der   Sender - denn Ideen zum ThemLokalradio werden in Schleswig Holstein sofort blockiert. Ideen für die Stadt Elmshorn…? Ich   habe   Bemühungen   endgültig   an   den   Nagel   gehängt,   in   dieser   Stadt   neue   Events   zu   bewirken   Es   ist   schade um jede Sekunde, sich dieser Stadt und weiteren Aktionen zu widmen. Bednekt   man   die   vielen   Ideen,   die   wir   bereits   in   Elmshorn versucht haben ist der Schluss ganz einfach: Der Zug ist abgefahren! © 2016 Jens Kelting für Radio K.R.E. Geschichte zu Elmshorn Die Stadt Elmshorn war in den 80er Jahren ein wahres Vorzeigebild für innerstädtische Kultur. So   zierte   eine   lange   Einkaufsstraße   -   genannt   die   “Kö”   (abgeleitet   von   der   Königstasse,   die   heute   noch   so heißt) den Innenstadtkern von Elmshorn. Zahlreiche   Geschäfte   luden   zur   einer   ausgiebigen   Shoppingtour   ein,   um   sich   mit   unterschiedlichen   Dingen auszustatten.   Eine   kulturell   vielseitige   Einkaufstour   wurde   oftmals   als Abschluss   in   den   unzähligen   Eisdielen   der Innenstadt beendet. Kleine   Geschäfte   wie   die   “Mode-Tenne”,   das   Sporthaus   “Blöcker”   waren   typische   “ich   schau   mal   rein   Läden”   - sowie   der   Schallplattenladen   “Membran,   Radio-Dörr   oder   Oberhellmann”   boten   dem   Musikliebhaber   ein   wahres Einkaufserlebnis musikalischer Vielfalt. Ergänzt    wurden    die    zahlreichen    Angebote    von    den    Kaufhäusern    “Hertie    und    Karstadt”    die    ein    breites Warenangebot von Apfelsinenpresse bis Zahncreme in den endlos langen Regalreihen bereithielten. Im   CCE   gab   es   Läden   wie   “Rin   un   Rut”   oder   den   Elektronikladen   “Lindemann”   bei   dem   der   Radiobastler   auch eine   einzelne   Leuchtdiode   bekam.   Bei   “elpie”   gab   es   die   Schallplatten   -   nicht   gerade   preiswert   -   aber   für   jeden Geschmack   etwas.   Wer   Hunger   hatte,   musste   sich   zwischen   der   Scheune,   Kantine   oder   Baalmann   entscheiden -   oder   den   zahlreichen   Chinesen,   die   in   Elmshorn   an   jeder   Ecke   zu   finden   waren.   Wer   möchte,   ging   später   in das   Briolett,   Pony   oder   setzte   sich   in   das   Stadtcafe.   Die   Discotheken   Lights,   Westminster   und   London   Club (später   Dancing   Hall,   Traumraum)   in   der   Berliner   Strasse,   Blockhütte   (später   Insider)   und   Carusell   boten   neben dem   Korn-Speicher   für   alle   Partygänger   die   richtige   Location   zur   das   Party   Feeling.   Das   “Fun   und   Lollipop” waren die Alternative - die mittlerweile nach dem letzten Kenntnisstand auch nur noch Geschichte sind. Was ist aus der einstigen Stadt geworden? Mittlerweile   ist   die   Innenstadt   in   vielen   Punkten   zu   einer   eintönigen   Einkaufsmeile   verkommen.   Die   einst   so belebte   Königstrasse   mit   dem   “Verweil”   und   “Sabbel-Flair”   ist   zu   einer   schnöden,   von   hochglanzpolierten Architekturbüros   verunstalten   Einkaufsautobahn   geworden.   Bei   Glatteis   verwandelt   sich   der   Belag   in   eine lebensgefährliche    Ruschbahn    -        auf    der    Fußgänger    zu    einer    lebensgefährlichen    Rutschpartie    eingeladen werden. Extreme   Leerstände   in   der   Innenstadt,   verfallene   Gebäude   und   abgeklebte   Schaufenster   zeugen   von   einer fragwürdigen   Stadtpolitik.   Die   massive   Zunahme   von   “Handy-Läden”   ist   wenig   einladend   für   den   Bürger   -   wie auch unzählige Schaukästen der Immobilien-Händler… Die   Einkaufsstraße   ist   zu   einer   Einöde   verkommen,   die   neben   den   typischen   “Marken-Ketten   Läden”   jede   Form der    Individualität    verloren    hat.    Bemühungen,    an    den    Weihnachtstagen    ein    außergewöhnliches    Event    zu veranstalten,   schlagen   fehl.   So   traf   man   in   den   80er   und   90er   Jahren   am   Heiligabend   an   den   Glühweinständen fast alle Menschen, die man kannte. Zu späterer Stunde auch leicht dem Glühwein zugewendet. Mittlerweile   haben   die   Glühweinpreise   das   Niveau   einer   Großstadt   wie   Hamburg   angenommen   -   wobei   es wirklich fraglich ist, warum in einer so kleinen Stadt wir Elmshorn solche hohen “Abzockpreise” verlangt werden. Als Antwort   erhält   man   die Aussage,   die   Standgebühren   wären   so   hoch   -   aber   die   legt   doch   die   Stadt   fest? Also wer ist denn für die gesamte Miesere der innerstädtischen Entwicklung verantwortlich? Schuldzuweisungen   sind   an   dieser   Stelle   absolut   falsch   und   wenig   angebracht.   Es   ist   an   der   Zeit   klar   seine Meinung   zu   sagen. Aktuell   hat   es   in   der   Stadt   Elmshorn   keinen   Wert,   eine Aktion   mit   persönlichem Aufwand   zu etablieren. Zeit, Mühe und Geld sind hier sinnlos investiert. Es   ist   schade,   so   zu   denken.   Aber   die   Vernunft   (in   Hinsicht   auf   die   viele   Zeit,   die   wir   mit   sinnlosen   Ideen verschwenden) siegt irgendwann über den Gedanken, sich für eine Stadt einzusetzen. Ich denke, das Ehrenamt ist gut aufgehoben - wenn wir Radio im Klinikum machen. Ihr Jens Kelting Gemäß   unserer   Satzung   ist   das   Krankenhausradio   Elmshorn   politisch   unabhängig   und   Neutral.   Diesem Grundsatz    bleiben    wir    in    allen    Bereichen    treu.    Eine    Meinung    zu    äußern    ist    und    bleibt    jedoch    ein wesentlicher Bestandteil unser demokratischen Grundordnung.