Krankenhausradio Elmshorn - Patientenfunk Elmshorn Technik - Radio Flair und Formatradio Auf dieser Seite unterstützen wir alle gleichgesinnten Einrichtungen mit kostenlosen Informationen rund um die Studiotechnik.
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Mikrofonkapsel eines alten Großmembranmikrofones. Staub   und   Fussel   belegen   die   Kapsel   des   Mikrofons,   das      sich   so   einiges anhören musste… Was diese Kapsel zu hören bekam, wird sie immer für sich behalten… “Retro-Radio” Radiovergangenheit - der alte “Style” in der neuen Zeit! Kommen Sie mit auf eine Reise durch die Radiovergangenheit…
Retro Radio… Was   hat   es   eigentlich   damit   auf   sich?   Die   Bezeichnung   „Retro“   ist   in   den vergangenen   Jahren   für   unzählige   Artikel   und   Styles   verwendet   worden.   So gibt   es   „Retro“   Bekleidung,   Telefone   und   vieles   mehr,   was   wir   eigentlich   mehr auf dem Flohmarkt oder im vergessenen Umzugskarton finden... Das   Radio   der   Vergangenheit   beginnt   mit   der   Gründungszeit   aller   Sender   wobei     wir     hier     auf     geschichtliche     Einzelheiten     verzichten.     Vielmehr beschäftigen    wir    uns    mit    dem    Thema    „Radio    der    80er    Jahre“    -    treffend bemerkt,    sind    auch    die    „70er“    angesprochen...        In    diesen    Jahren    hatten Fernsehsendungen    wie    die    „Deutsche    Schlagerparade“    oder    „Musik    ist Trumpf“   ihre   anfänglichen   Höhepunkte   und   platzierten   Schlager   &   Co   in   den Ohren   der   Hörer.   Ob   nun   Fernsehen   oder   Radio   –   das   spielte   für   die   Qualität der Medien keine große Rolle... Doch   genau   diese   Klangqualität   beschäftigt   den   Techniker,   denn   allgemein bekannt    ist    die    Tatsache,    das    ein    schlechter    Musiker    auch    durch    extrem teures   Equipment   nicht   besser   klingt.   Hier   setzen   wir   an   und   sprechen   über historische     Eigenschaften,     die     dem     Radio     den     altbekannten     „Reiz“ bescherten. Junge    Menschen    können    sich    mit    den    klanglichen    Farben    (der    dem akustischen    Erscheinungsbild    der    Sender)    nicht    identifizieren,    denn    beim Formatradio ist alles viel lauter, besser, fetter! Das     Thema     Format     wird     ohnehin     noch     reichlich     auf     dieser     Seite angesprochen    und    nagt    gleichermaßen    an    den    Nerven    von    Hörern    und Produzenten. So   ist   die   typische   Konstellation   „Tonregie   und   Sprecher“   fast   verschwunden und    wird    durch    Großraumbüros    mit    Glaswand    (Formatradio    geht    in    jeder Hütte) ersetzt. Retro Radio... Der   Style   aus   den Anfängen   der   Radiozeit   ist   garantiert   nur   hörenswert,   wenn es   um   den   Spaß   geht.   Diese   Spaßaufnahmen   haben   wir   im   Studio   mit   einem alten   Mikrofon   produziert   –   und   keine   digitalen   Hilfsmittel   zur   akustischen Verfremdung hinzugezogen. Mikro, Kabel – Aufnahmegerät. Aber   –   so   denken   wir   –   die   Zeit   aus   den   Anfängen   des   Radios   wird   ähnlich geklungen   haben.   Nur   die   Inhalte   –   die   waren   von   exzentrischer   Steifheit geprägt   um   dem   Medium   Radio   die   erforderliche Autorität   zu   verleihen.   Das   in den   30   und   40er   Jahren   das   Radio   als   perverse   Propagandamaschinerie missbraucht       wurde,       ist       der       Nebeneffekt       dieses       so       mächtigen Übertragungsgerätes. Radiosound der 70er und 80er Jahre... Ein    Sound,    der    mit    heutiger    Digitaltechnik    nicht    im    Ansatz    erreicht    wird. Natürlich   werden   nun   die   Techniker   der   Modernen   Studios   behaupten,   das eine    neumodische    Digitalkonsole    dem    alten,    analogen    “Schrott”    in    nichts nachsteht... Selbstverständlich    sind    die    se    Argumente    auch    zeitgemäß,    denn    kein Hersteller    eines    digitalen    Mischpultes    wird    freiwillig    erklären,    das    die    alte Schüssel   aus   den   80er   Jahren   besser   ist   und   man   ruhig   auf   den   Kauf   des überteuerten Digitalpultes verzichten sollte.  Somit   erklärt   sich   der   zwangsweise   Wandel   von   der   analogen   Technik   in   die digitale   Ebene.   Merkwürdig   ist   jedoch,   das   viele   Studios   wieder   zur   analogen Technik   zurückgekehrt   sind   und   dieser   Arbeitsfläche   einen   gleichberechtigten Anteil   in   der   Produktionswelt   einräumen.   Wahrscheinlich   klingen   die   „Einsen und   Nullen“   in   der   Gesamtsumme   doch   nicht   so   gut,   wie   es   einst   vor   20 Jahren angepriesen wurde... Nur   das   Radio   hat   an   dieser   Stelle   keinen   wirklichen   Fortschritt   erlebt.   Wir beim   Krankenhausradio   haben   unzählige   Konzepte   erarbeitet   –   sei   es   nu   für uns   selbst   –   oder   befreundete   Partner.   Ein   digitales   Konzept   mag   für   den komplexen     Studiobau     von     Vorteil     sein     –     aber     in     der     handemachten „Einzelplatzanfertigung“   sind   die   analogen   Systeme   den   digitalen   Plätzen   in vielen Punkten überlegen. Hinsichtlich   Bedienung   und   Handling   liegen   die   digitalen   Plätze   klar   vorn, denn   Fehlbedienungen   werden   schon   durch   die   strikte   Vorgabe   von   „On-Off“ und   „Fader“   vorgegeben.   Das,   was   aus   dem   digitalen   Archiv   dudelt   –   ist bereits   im   Klang,   Pegel   und   Zusammensetzung   perfekt   abgestimmt...   denkt man.   Jedoch   lernt   der   Moderator   (sofern   man   diesen   überhaupt   noch   als solchen    Bezeichnen    kann...)    kaum    noch    etwas    über    die    Grundlagen    der Technik   –   und   den   Bedürfnissen   eines   jeden   Mitarbeiters,   der   einmal   hinter einem Mikrofon gestanden hat. Um    jedoch    nicht    wieder    heimlich    in    die    Gruselwelten    des    Formatradios abzuschweifen, bleiben wir dem Retro-Radio Thema treu. Bild:   Ein   typischer   Monitora   Fader   aus   einem   Mischpult   der   noch   “alten” Radiozeit. Versenkt im Tisch mit Glatter Oberfläche Diese Fader (Danner Fader - oder Danner Regler genannt) weisen   eine   mechanische   Stabilität   auf,   die   für   heutige   Verhältnisse   absolut unerreicht     ist.     Die     damaligen     Mischpulte     bestanden     aus     einzelnen „Kanalzügen“   und   „ElekemnteN“   die   alle   auf   ihre   speziellen   Funktionen   perfekt abgestimmt   waren.   Das   heute   „all   in   one“   Konzept   fand   keine   Anwendung. Dies    erklärt    auch,    warum    diese    Geräte    auf    dem    Gebrauchtmarkt    noch Höchstpreise   erzielen,   denn   die   makellose   Verarbeitung   und   Soundqualität   ist bisher von den neuen Geräten nicht erreicht worden. Nur    noch    wenige    Hersteller    verwenden    in    ihren    Mischpulten    hochwertige Fader (Schieberegler) – denn die Kostenersparnis lauert überall. Alt gegen neu... Doch    was    macht    diese    alte    Technik    so    genial?    Ist    nicht    die    moderne Digitaltechnik     diesem     Krempel     überlegen?     Bedenkt     man     die     schnell Entwicklung   solcher   Geräte   ist   es   nur   verständlich,   das   der   Markt   nach   immer mehr „Leistung und Performance“ schreit. In   heutigen   Zeiten   massiver   Verdummung   von   Mitarbeitern   und   Hörern   (ob nun   im   Radiobereich   oder   der   allgemeinen   Wirtschaft)   –   also   in   Betrieben   - soll    die    Möglichkeit    eigener    Entscheidungen    unterdrückt    werden.    Eigene Entscheidungen   sind   zu   vermeiden,   denn   diese   stellen   Fragen   in   den   Raum, die   durch   Führungsebenen   nur   ungern   beantwortet   werden.   So   ist   auch   im Radio    der    Kostendruck    ein    enormer    Faktor,    der    mittlerweile    die    Schere zwischen   privaten,   knallhart   kalkulierten   Sendekonzepten   –   und   öffentlich- rechtlichen   Anstalten   weiter   spreizt.   Jedoch   schränken   auch   die   staatlichen Radiosender   die Ausgaben   für Technik   und   Personal   erheblich   ein.   Die   Zeiten, als   der   Einkäufer   eines   „Öffis“   mit   dem   Einkaufswagen   durch   die   Einkaufläden vieler   Nobelhersteller   (ob   nun   Mikrofone   oder   Mischpulte)   eierte,   sind   vorbei. Auch   hier   wird   klar   gespart   und   auf   das   eine   oder   andere   „Billig“   Produkt zurückgegriffen.   Ob   sich   hier   vermehrt Ausfälle   im   Dauereinsatz   (7/24)   zeigen, bleibt   anzuwarten.   Klar   ist,   das   ein   Peakmeter   (Pegelmesser   für Audiosignale) nach     seiner     Lebenszeit     mit     defektem     Display     mittlwerweile     auch     den öffentlich-rechtlichen   Sendeanstalten   in   die   Tonne   geworfen   wird.   In   den   70er und    80er    Jahren    verfügten    fast    alle    Sender    noch    über    eigenständige Werkstätten der Messtechnik. Formatradio... Den   Moderatoren   in   modernen   Formatradiostudios   wird   kaum   die   Möglichkeit gegeben,    den    Sound    zu    verändern.    Parameter    am    Mischpult    sind    durch Kennworte   geschützt   –   oder   per   Software   so   konfiguriert,   das   sich   nicht   viel manipulieren lässt. Letztendlich    müssen    sich    die    Moderatoren    auch    auf    alle    anderen    Dinge konzentrieren,   die   sonst   von   der   Tonregie   übernommen   wurden.   Auch   hier schlägt    der    Sparwahn    am    Personal    zu.    Ob    die    Qualität    der    abgelieferten Sendungen   der   Neuzeit   besser   ist   –   wage   ich   zu   bezweifeln.   Wer   hat   noch Interesse,     den     ganzen     immer     den     gleichen,     einfallslosen     Käse     der Formatsender zu hören? Wobei wir wieder vom Thema abkommen könnten... Bild:    Regler    an    einem    analogen    Mischpult.    “Plus    12    Dezibel”    -    kein Problem   -   Verzerrungen   sucht   der   Anwender   an   diesen   professionellen Geräten vergeblich…. Am    System    anmelden,    “Chipkarte    rein”    und    den    “Lina    Laune    Lustigbär” machen - das ist das neue Konzept im Radio. Eigenständig   eine   Platte   auflegen   oder   an   den   Knöpfen   von   Equalizer   &   Co   zu drehen ist eine Wunschvorstellung aus der Vergangenheit. „Back    to    Future“    –    so    könnte    eine    Sendung    lauten,    die    wir    beim Krankenhausradio   produzieren.   Produziert   in   einem   Studio   mit   Plattenspieler, Tonband und komplett analoger Sendetechnik. Dann   ist   es   wichtig   zu   wissen   “was   man”   macht   -   oder   besser   „was   man   an Reglern   lassen“   sollte. An   dieser   Stellen   haben   sich   zweifelsfrei   die   modernen Digitalmischpulte    bewährt    wenn    es    um    die    Vermeidung    schwerwiegender Soundprobleme geht. Aber   mal   ganz   ehrlich?   Haben   Sie   bei   Sendungsaufzeichnungen   der   70er oder   80er   Jahre   einmal   echte,   ja   richtige   „fette“   Pannen   gehört?   Wenn   ja, regen   die   damals   passierten   Missgeschicke   mehr   zum   Schmunzeln,   denn   zu 99,99%   lief   die   Technik   perfekt.   Ein   Zustand,   der   heute   zum   Wunschdenken geworden ist. Bild:    Komplexe    Sendetechnik    aus    der    Tonregie.    Taster    und    Schalter bedienen        die        Quellenumschaltungen,        Sonderfunktionen        und Koppelfelder der einzelnen Studios. In   der   neuen   Zeit   gehören   verstellte   EQ´s   der   Mikrofone   der   Vergangenheit   an -    zumal    dann,    wenn    der    „digitale    Voiceprozessor“    alles    macht,    was    dem Moderator   akustisch   auferlebt   wird.   Dieser   „Prozessor“   beendet   die   endgültig die     hohe     Schule     am     Mikrofon,     den     Nachbesprechungseffekt     gekonnt auszunutzen   und   Emotionen   über   den   Sender   zu   „sprechen“.   Hauptsache lauter,    fetter    satter.    Mehr    geht    eben    nicht    –    in    der    heutigen    Zeit    der Formatradios! Zu laut, zuviel Pegel? Wie   schön   war   es   noch,   als   echte   Pegelanzeigen   den   Moderatoren   jenenm Pegel   zeigten,   der   über   das   Mischpult   gesendet   wurde. Anfänglich   mit   Zeiger, später   als   Gasplasmaaneige   -   ob   nun   zu   “leise”   oder   zu   “laut”.   Das   RTW- Peakmeter   -   oder   auch   Pegelmesser   -   ein   wichtiges   Werkzeug   im   Umgang   mit analogen     Pegeln.     In     der     heutigen     Neuzeit     und     dem     Senden     mit “normalisierten”   Digitalfiles   auf   dem   Computer   ist   das   Peakmeter   eigentlich über.   Korrekt   eingestellt   ist   das   Studio   bei   “Anschlag   Fader”   auf   100%   (oder analog    0dB)…    Maximum    -    mehr    geht    nicht.    Änderungen    sind    weder erwünscht – noch möglich. Bild:    Der    Pegelmesser    im    Studio    –    auch    Peakmeter    genannt.    In    der heutigen   Zeit   mehr   auf   dem   Computermonitor   zu   sehen.   Mit   Studioflair hat das leider nicht mehr viel gemeinsam... Mikrofone... Das     Klassische     Mikrofon     in     Großmembrantechnik     -     es     verlangt     dem ungeübten   Sprecher   eine   Menge   ab   -   denn   Pop-Geräusche,   Schmatzen   und Atemgeräusche   werden   stärker   aufgenommen   als   bei   einem   Dynamischen Mikrofon oder Headset. Bild:   Das   Mikrofon   ist   das   wichtigste   Bindeglied   zwischen   Hörer   und Moderator. Dabei   spielt   der   von   vielen   gelebte   “Mikrofonpurismus”   eine   erhebliche   Rolle   - wobei   sich   die   Frage   stellt,   ob   man   ein   hochwertiges   Großmembranmikron überhaupt   für   ein   Webradio   mit   Internet-Datenkompression   einsetzen   muss. Je    nach    Sprecherausbildung    „bespricht“    ein    echter    Profi    ein    einfaches, dynamisches   Mikrofon   ebenso   geschickt   –   wie   ein   einige   tausend   Euro   teures Großmembranmikrofon.     Es     bleibt     ohnehin     fraglich,     ob     im     heimischen Wohnzimmer   ein   empfindliches   Großmembranmikron   sinnvoll   erscheint.   Für Profilneurotiker   ein   absolutes   „Muss“   –   für   den   Profi   eine   Frage   nach   „Sinn und Zweck“... Alte Mikrofone... Das,   was   die   alten   Gerätschaften   ausmachten   ist   der   “fette”   Sound.   Doch woher   kommt   dieser   Effekt?   Die   Erklärung   ist   im   Ansatz   einfach:   Es   hat   mit dem     Geräuschspannungsabstand     zu     tun.     Dieser     Beschreibt     groß     den Unterschied    zwischen    dem    Nutzsignal    und    dem    Grundrauschen    in    einem Gerät.   Bedenkt   man,   das   in   alten   Mischpulten   (ich   spreche   von   den   Kisten aus   den   80er   und   90er   Jahren   und   bis   heute)   oftmals   mit   Spannungen   von   +/- 18Volt    gearbeitet    wurde    -    so    unterscheidet    sich    dies    erheblich    von    den Spannungswerten, die ein D/A-Wandler verarbeitet. Auf   digitaler   Ebene   müssen   die   Eingangssignale   umgewandelt   werden.   Die meisten   Wandler   verarbeiten   nur   Spannungen   zwischen   5   und   12Volt   am Eingang.   Hier   müssen   die   Sprachinformationen   nun   mal   durch   –   durch   das Nadelöhr   „Wandlung“. An   diese   Stelle   wird   dem Audiosignal   „bewusst“,   das   es sich   mit   seinen   ursprünglich   satten   +/-15   bis   20Volt   erheblich   ein   schränken muss. Als   Beispiel   sei   angedacht,   das   ein   keines   Signal   von   geschätzten   +/-1,8Volt Wechselspannung   im   Vergleich   zu   +5Volt   auf   der   digitalen   Ebene   nicht   mehr viel   Spielraum   hat.   Sprechen   wir   jetzt   von   einer   kleinen   Störung   von   –   sagen wir   mal   18mV   als   „Digitales   Rauschen“   –   ist   dies   ein   Verhältnis   von   1   zu   100. Mag   gering   erscheinen   –   aber   vergleichen   wir   das   mit   einem   Signal   von   +/- 18Volt   bei   einem   alten   analogen   Pult   –   ist   das   ein   Faktor   von   1000!   Klar,   das Rechenbeispiel   ist   gnadenlos   gekürzt,   verinfacht   und   hält   sich   an   keine   Regel der   analogen   Studiotechnik   –   zeigt   aber   klar   auf,   warum   die   alten   analogen Systeme   so   „fett“   klingen.   Es   wird   eben   „ausgenutzt“   was   zur   Verfügung   steht – und das, ja, das hört man! Wer    nie    einem    Vergleich    hatte,    kann    es    nicht    hören.    Das    ist    auch    klar. Deshalb    kann    auch    niemandem    ein    Vorwurf    gemacht    werden,    der    diese Ausführungen nicht nachvollziehen kann. Bild:   Handgemachte   Sendungen   -   nur   möglich   mit   echter   Hardware. Alt   - aber gut! Diese   grobe,   als   wirklich   grobschlächtig   anzusehende   Technik   beschert   den analogen Geräten oftmals diesen beschriebenen “Vintage-Sound”. Digitale   Technik   klingt   „direkter,   lauter,   trockener...“   aber   das,   so   mittlerweile die   Ohren   zahlreicher   Hörer,   ist   nicht   immer   der   gewünschte   Sound   auf   Dauer. Versuche    haben    nämlich    ergeben,    das    genau    dieser    „perfekte“    absolut trockene „Direktsound“ zu einer unbewussten Hörermüdung führt... Akustisch aus dem Nichts… Schwer   zu   beschreiben,   wenn   der   Sprecher   aus   dem   akustischen   “Nichts” fällt,   sich   das   Zeitzeichen   zuvor   in   prägnanter   Tonfolge   in   die   Ohren   bohrt   um den   Sprecher   mit   dem   typischen   “es   ist   20   Uhr   -   Sie   hören   Nachtrichten” anzukündigen. So    war    die    Verlockung    groß,    Sendungen    genau    auf    diese    alt    bewährte Methode   zu   produzieren.   Also   produzierten   wir   auf   diese   Art   und   erkannten schnell, wie schwierig es ist - Radio in dieser Qualität zu machen. Also     ein     altes     Mikrofon     organisiert,     eine     Sprecherkabine     und     einen entsprechend     passenden,     alten     Mikrofon-Vorverstärlker…          Das     alles zusammen   in   einem   Studio   zu   finden   ist   etwas   besonderes…   zumal   dann, wenn    wir    es    in    einem    Studio    -    Mitten    in    Deutschland    -    kostenlos    nutzen durften. So   haben   wir   einfach   etwas   “eingesprochen”.   Ob   nun   Sinnvoll   -   oder   nicht   - die Produktion hat dem meisten Spaß gemacht. Das machen wir wieder. Die Vergangenheit des Rundfunks... Wie    schön    war    es    noch    -    als    Nachrichtensprecher    noch    Nachrichten gesprochen haben… und der Techniker in der Tonregie die MAZ abgefahren hat… Ich   nenne   das   “Radio   Flair”   -   jenes   Flair,   das   sich   in   Jahrzehnten   entwickelt hat.    Ich    kann    mich    noch    gut    an    die    Zeiten    entsinnen,    in    denen    viele Tonbandamateure    in    den   Abendstunden    vor    den    geräten    saßen,    um    den „Nachtexpress“   aufzunehmen   –   oder   sich   ihre   eigenen   Tonbänder   mit   Musik vom   „Rias-Berlin“   anzufertigen.   Legendäre   Arbeitsweise   in   den   Sendern   und musikalische    Zusammenstellungen,    die    in    der    heutigen    Zeit    bei    mir    als „Radiofreak“ noch Gänsehaut-Feeling erzeugen. Klar,   die   Welt   dreht   sich   weiter.   Gern   höre   ich   zurück   auf   diese   Aufnahmen, die    auf   Tonband    konserviert    wurden.    Es    ist    eine    anspruchsvolle   Aufgabe, zukünftig    diesen    Sendungscharakter    wieder    zu    beleben.    Wir    werden    es machen... mal sehen, was darauf wird!